Sommer 2016: Messi tritt zurück – Cristiano Ronaldo schielt auf das Finale

Vor zwei Jahren traten Lionel Messi als Final-Verlierer und Cristiano Ronaldo nach dem Vorrunden-Aus enttäuscht die Heimreise von der WM 2014 an. Der Sommer 2016 hielt nun für Messi die nächste und wohl letzte Enttäuschung im Trikot der argentinischen Nationalmannschaft parat, während Cristiano Ronaldo mit Portugal noch auf dem EM-Titel hoffen darf.

Die Copa America 2016 begann für Messi bereits alles andere als optimal. Wegen einer in der Vorbereitung erlittenen Rückenverletzung verpasste der amtierende Weltfußballer den 2:1-Auftaktsieg gegen Chile, meldete sich dann aber beim 4:0 gegen Panama als Joker mit einem Hattrick eindrucksvoll zurück. Im abschließenden Gruppenspiel gegen Bolivien (3:0) reichte es dann schon zu einem 45-Minuten-Einsatz und im Viertelfinale gegen Venezuela (4:1) avancierte ein überragender Messi von Anfang an mit einem Tor und zwei Vorlagen zum Mann des Tages. Auch im Halbfinale gegen die USA verbuchte Messi ein Tor und zwei Assists, ehe im Finale das bittere Ende kam. Nach torlosen 120 Minuten gegen Chile war Messi neben Lucas Biglia einer von zwei Argentiniern, die im Elfmeterschießen scheiterten.

Rücktritt mit 29 Jahren

Im Anschluss an die dritte Finalniederlage in drei Jahren verkündete Messi nach 113 Länderspielen mit 55 Toren seinen Rücktritt. Ob es dabei bleibt ist mit Blick auf die WM 2018 und der vielen Bitten, diese Entscheidung zu überdenken, noch nicht ganz sicher.
Cristiano Ronaldo startete derweil bei der EM 2016 schwach. Beim 1:1 gegen Island und beim 0:0 gegen Österreich gab der Superstar inklusive eines Elfmeters 20 Torschüsse ab, traf aber nicht, ehe im letzten Vorrundenspiel gegen Ungarn (3:3) mit zwei Toren der Knoten platzte. Allerdings nur vorerst, denn im Achtelfinale gegen Kroatien lieferte Ronaldo wieder eine schwache Leistung ab, war in der 117. Minute aber Wegbereiter des goldenen 1:0 durch Ricardo Quaresma, der zur Stelle war, als Kroatiens Schlussmann Danijel Subasic Ronaldos Schuss nicht festhalten konnte. Nun geht es im Viertelfinale gegen Polen und angesichts eines Halbfinales gegen den Sieger der Partie Belgien – Wales ist selbst das Endspiel alles andere als unwahrscheinlich.

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Cristiano Ronaldo vor der EM – Portugal diesmal nur Außenseiter

Ab und an wird zwar auch Portugal genannt, wenn es um die Favoriten auf den Europameister-Titel  2016 geht, allerdings im Vergleich zu den Turnieren seit Beginn des neuen Jahrtausends nur eher selten. Zu oft hat Portugal mit einer Reihe von hervorragenden Einzelspielern enttäuscht, woran auch der dreifache Weltfußballer des Jahres, Cristiano Ronaldo, nichts ändern konnte.

Der größte Erfolg und doch eine bittere Enttäuschung war die Final-Teilnahme bei der Heim-EM 2004, als auch der junge Ronaldo eine 0:1-Pleite gegen Underdog Griechenland nicht verhindern konnte.

Die Erwartungen an das portugiesische Team sind vor der EM 2016 deutlich geringer, wobei alles andere als der Einzug ins Achtelfinale aber schon eine sehr negative Überraschung wäre. Denn in der Vorrunde hätte es das Team von Trainer Fernando Santos wahrlich schwerer erwischen können. Gegen Island (14. Juni, 21 Uhr), Österreich (18. Juni, 21 Uhr) und Ungarn (22. Juni, 18 Uhr), sollte in Gruppe F am Ende schon der Einzug ins Achtelfinale stehen und ab dann ist in den K.o.-Spielen bekanntlich vieles möglich.

Insbesondere dann, wenn man einen Cristiano Ronaldo in seinen Reihen hat, der mit seinem verwandelten Elfmeter im Champions-League-Finale gegen Atlético de Madrid einmal mehr gezeigt hat, große Spiele trotz einer persönlich schwächeren Leistung entscheiden zu können.

Insgesamt hat der mittlerweile 31 Jahre alte Superstar nicht seine beste Saison gespielt, aber in 36 Spielen der Primera División dennoch 35 Tore und elf Vorlagen verbucht. In der Champions League war Ronaldo mit 16 Treffern in nur zwölf Einsätzen wieder einmal bester Schütze. Und die im Finale der Königsklasse noch kaum zu übersehenden muskulären Probleme sollten bis zum EM-Start auch endgültig abgeklungen sein.

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Messi vor der Copa America – Einsatz gegen Chile fraglich

Wenn Argentinien am Dienstagmorgen um 4:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit mit der Partie gegen Chile und damit der Neuauflage des letztjährigen Endspiels, in die Jubiläumsausgabe der Copa America startet, wird Lionel Messi womöglich fehlen.

Der Weltfußballer zog sich im finalen Testspiel gegen Honduras eine Rückenverletzung zu und hat seitdem nicht mit der Mannschaft trainiert. Coach Gerardo Martino, der im Fall der Fälle auf Nicolas Gaitan als Ersatz bauen würde, will letztlich Messi selbst die Entscheidung über seinen Einsatz überlassen.

Am Samstag (11. Juni, 3:30 MESZ) gegen Panama ist Argentinien dann erneut gefordert, ehe es zum Abschluss der Vorrunde am Mittwoch, den 15. Juni um 4 Uhr MESZ gegen Bolivien geht. Wird Argentinien Erster oder Zweiter der Gruppe, stünde am 18. Juni das Viertelfinale auf dem Programm, in dem Messi dann auf jeden Fall wieder mitwirken soll.

Von Argentinien wird diesmal nichts anderes als der Titel erwartet. Seit 1993 und dem damaligen Gewinn der Copa America wartet das ganze Land auf einen großen Erfolg der Albiceleste. Auch Messi, der mit dem FC Barcelona alles gewonnen hat, was es zu gewinnen gibt, konnte im Nationalteam noch keinen Titel feiern. Mit nun knapp 29 Jahren bleibt dem Superstar dafür indes auch nicht mehr allzu viel Zeit, weshalb man große Hoffnungen schon in die jetzige Copa setzt, zumal der ewige Rivale Brasilien ohne Messis kongenialen Barça-Kollegen Neymar antritt.

Mit 41 Toren in wegen einer langwierigen Knieverletzung im Herbst diesmal nur 49 Pflichtspielen hat Messi in der abgelaufenen Saison seltener getroffen als in den Jahren zuvor, sich dafür aber immer öfter als Vorlagengeber in Szene gesetzt, wie 26 Assists untermauern. Damit trug Messi maßgeblich zum erneuten Double des FC Barcelona bei, doch das Aus im Viertelfinale der Champions League konnte “La Pulga“ auch nicht verhindern.

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Cristiano Ronaldo entscheidet den 232. Clásico – Messi eher blass

Real Madrid hat den 232. Clásico mit 2:1 gewonnen und damit die beeindruckende Serie des FC Barcelona von 39 Spielen in Folge ohne Niederlage beendet. Zum Matchwinner avancierte dabei mit seinem Siegtor fünf Minuten vor dem Ende Cristiano Ronaldo, der damit auch das ewig junge Duell der Superstars gegen Lionel Messi diesmal für sich entscheiden konnte.

Ronaldo hatte schon kurz vor seinem Siegtor, bei dem der Portugiese von einem Stellungsfehler von Dani Alves profitierte und durch die Beine von Barça-Schlussmann Claudio Bravo traf, das 2:1 auf dem Fuß, scheiterte aber noch an der Latte. Zuvor war der im Camp Nou bei jedem Ballkontakt ausgepfiffene Ronaldo eher unauffällig geblieben und hatte im ersten Durchgang nur mit einem Freistoß, der letztlich aber klar über dem Tor landete, für Gefahr gesorgt.

Messi tat sich derweil genau wie seine Offensivkollegen Neymar und Luis Suárez gegen ebenso kompakt wie gut verteidigende Madrilenen schwer und konnte sich auch nur selten in Szene setzen. Vor und nach der Pause zielte der Argentinier bei zwei Freistößen zu hoch und fand bei einem Schlenzer in Real-Keeper Keylor Navas seinen Meister:

Im ersten Durchgang hätte der amtierende Weltfußballer allerdings einen Elfmeter bekommen können, als er an der Strafraumgrenze von Sergio Ramos zu Fall gebracht wurde.

Letztlich durfte diesmal aber Cristiano Ronaldo den Clásico entscheiden, womit die Königlichen zwar im Meisterschaftsrennen immer noch sieben Punkte hinter Barça liegen, aber zumindest für die Champions League Selbstvertrauen getankt haben dürften.

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Länderspiele: Messi und Ronaldo vor dem Clásico in nationalen Diensten gefordert

Vor dem Schlussspurt in den nationalen Ligen und im Europapokal stehen in den kommenden Tagen noch einige Länderspiele auf dem Programm, die für die Spieler des FC Barcelona und Real Madrid gleichzeitig als Vorbereitung auf den Clásico am 2. April dienen.

Vor dem Clásico stehen natürlich die beiden Superstars Lionel Messi und Cristiano Ronaldo im Blickpunkt, die beide voraussichtlich zwei Länderspiele bestreiten werden.

Länderspiele Argentinien

Messi ist mit Argentinien in der Qualifikation zur WM 2018 im Einsatz. Dabei steht die Albiceleste nach nur fünf Punkten aus den ersten vier Spielen durchaus schon unter Druck. Zunächst ist Argentinien am Freitag (25. März) zu Gast in Chile, wo sich gleichzeitig die Gelegenheit zur Revanche für das verlorene Finale der Copa America 2015 bietet. Danach erwartet Argentinien am Mittwoch (30. März) Bolivien zu einem Spiel, das auf dem Weg zur WM gewonnen werden muss.

> Donnerstag, 24.03.2016: Chile - Argentinien (20.30)
> Dienstag, 29.03.2016: Argentinien - Bolivien (20.30)

Länderspiele Portugal

Anders als für Messi und Argentinien stehen für Portugal und Cristiano Ronaldo nur Testspiele auf dem Programm. Zunächst erwarten die Portugiesen am Freitag (25. März) Bulgarien, ehe dann am 29. März Belgien zu Gast ist in Leiria. Dorthin wurde das zwischenzeitlich in Folge der Anschläge in Brüssel und der deshalb angespannten Sicherheitslage sogar schon abgesagte Spiel kurzfristig verlegt. Ronaldo und Co. dürften sich daran nicht sonderlich stören, bleiben den Portugiesen dadurch doch größere Reisestrapazen erspart.

>Freitag, 25.03.2016: Portugal – Bulgarien (21.45)
> Dienstag, 29.03.2016: Belgien – Portugal (20.45)

Während Ronaldo am Mittwoch schon wieder in Madrid trainieren dürfte, wird Messi wohl frühestens am Donnerstagnachmittag und damit zwei Tage vor dem Clásico das Training in Barcelona aufnehmen.

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Messi, Suárez und der Elfmeter, der gerade die Runde macht

Das Ligaspiel zwischen dem FC Barcelona und Celta de Vigo (6:1) am Sonntag (14.02.2016) wird in die Geschichtsbücher eingehen und zwar aufgrund einer einzigen Szene, die sich etwa zehn Minuten vor Spielende, beim Stand von 3:1 für die Hausherren ereignete. Messi war nach einer tollen Soloaktion an der Torauslinie in den gegnerischen Strafraum eingedrungen und dort gefoult worden, die Katalanen bekamen folgerichtig einen Elfmeter zugesprochen. Der Argentinier schnappte sich den Ball, legte ihn entschlossen auf den Elfmeterpunkt. Hochkonzentriert nahm er Anlauf... doch statt selbst zu schießen legte er völlig überraschend rechts auf den in den Strafraum sprintenden Luis Suárez auf, der den verdutzen Celta-Keeper bezwang und sein 23. Ligator erzielte. Die Bilder dieser Genialität gehen derzeit um die Welt und wir möchten sie euch selbstverständlich nicht vorenthalten:

Übrigens: für alle die glauben, dass Messi der erste war, der einen Elfmeter auf diese Art schoss, dem sei gesagt, dass bereits 1982 ein gewisser Johann Cruyff zusammen mit seinem Teamkollegen Jesper Olsen bei Ajax Amsterdam eine ähnliche Aktion fabrizierte, allerdings in einer anderen Variante. Damals gegen Helmond Sport legte Cruyff auf Olsen vor, der aber passte den Ball zurück auf Cruyff, der wiederum das Tor erzielte.

Nun, mehr als 33 Jahre später, an einem 14. Februar, erweckte mit Lionel Messi ein anderes Genie diesen Spielzug zum Leben, zusammen mit seinem Teamkollegen Luis Suárez.

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Champions League: Diese Rekorde warten noch auf Ronaldo und Messi

Wer schon mal einen Blick auf unsere Rubrik Rekorde geworfen hat, der wird sich mitunter fragen, ob es überhaupt noch wichtige Bestmarken in der Welt des Fußballs gibt, die noch nicht in der Hand von einem der beiden Superstars liegen. Die UEFA hat sich wohl die gleiche Frage gestellt und bezogen auf die Champions League tatsächlich einige Rekorde gefunden, deren Inhaber tatsächlich weder Ronaldo noch Messi heißen.

Endspieltore

  • Meiste Tore in Endspielen des Pokals der europäischen Meistervereine: 7 – Alfrédo Di Stéfano, Ferenc Puskás (beide Real Madrid)
  • In fünf Endspielen erfolgreich: Alfrédo Di Stéfano (Real Madrid, 1956, 1957, 1958, 1959, 1960)
  • Meiste Tore in einem einzelnen Endspiel des Europapokals der Landesmeister: 4 – Ferenc Puskás (Real Madrid, 1960)
  • Meiste Tore in einem einzelnen Endspiel der UEFA Champions League: 2 – Daniele Massaro (AC Milan, 1994), Karl-Heinz Riedle (Borussia Dortmund, 1997), Hernán Crespo (Milan, 2005), Filippo Inzaghi (Milan, 2007), Diego Milito (Inter Mailand, 2010)

Messi und Ronaldo haben je zweimal in einem Finale je ein Tor erzielt (Messi 2009 und 2011 und Ronaldo 2008 und 2014).

Tore im Pokal der europäischen Meistervereine/in der UEFA Champions League

  • Meiste Tore in der Gruppenphase der UEFA Champions League: Raúl González (53)
  • Meiste Tore im Viertelfinale des Europapokals der Landesmeister/der UEFA Champions League: Alfrédo Di Stéfano (14)
  • Meiste Tore im Halbfinale: Alfrédo Di Stéfano (11)

Sowohl Cristiano Ronaldo (derzeitiger Rekordhalter) als auch Messi haben Raúl als besten Torschützenkönig der UEFA Champions League überholt, doch der Spanier hält noch immer den Rekord als Spieler mit den meisten Toren in der Gruppenphase der Champions League, wobei es nur eine Frage der Zeit ist, bis sowohl Messi (47) als auch Ronaldo (49) auch diese Bestmarke knacken.

Di Stéfano hält derzeit die Rekorde sowohl für die meisten Tore im Viertelfinale als auch im Halbfinale, doch auch hier liegen Ronaldo (12 / 8) und Messi (10 / 4) auf der Lauer.

Erfolge mit unterschiedlichen Vereinen

  • Endspielsiege mit verschiedenen Vereinen in der UEFA Champions League: 3 – Clarence Seedorf (Ajax 1995, Real Madrid 1998, Milan 2003, 2007)
  • Für die meisten Teams in der UEFA Champions League als Torschütze erfolgreich: 6 – Zlatan Ibrahimović (Ajax, Juventus, Inter, Barcelona, Milan, Paris Saint-Germain)

Cristiano Ronaldo hat als einziger Spieler für zwei unterschiedliche Siegerteams in einem Finale getroffen (Manchester United 2008 und Real Madrid 2014). Der einzige andere Spieler, der mit zwei verschiedenen Teams in einem Finale ein Tor erzielte, war Velibor Vasović (Partizan 1966 und Ajax 1969), der jedoch beide Endspiele verlor.

Der Rekord von Zlatan Ibrahimovic, der für sechs verschiedene Teams in der Champions League traf, scheint fürs erste nicht in Gefahr zu sein. Während Ronaldo bisher für zwei verschiedene Teams traf, erzielte Messi alle seine Tore für den FC Barcelona.

Älteste Torschützen

  • Endspiel der UEFA Champions League: Paolo Maldini (36 Jahre, 333 Tage) Milan - Liverpool FC (25.05.2005)
  • UEFA Champions League, Gruppenphase bis zum Endspiel: Francesco Totti (38 Jahre, 59 Tage)
    ZSKA Moskva - Roma (25.11.2014)
  • Europapokal der Landesmeister: Manfred Burgsmüller (38 Jahre, 293 Tage)
    Werder Bremen - Dynamo Berlin (11.10.1988)

Bis zum Finale der Saison 2021/22 müsste Cristiano Ronaldo warten, um Paolo Maldini als ältesten Torschützen in einem CL-Finale abzulösen, während Messi erst in der Spielzeit 2023/24 seine erste Chance bekommen würde – und auch nur dann, wenn das Finale nicht vor dem 23. Mai stattfinden würde, denn sonst müsste der Argentinier ein weiteres Jahr warten.

Um Totti als ältesten Champions-League-Torschützen zu überholen, müsste Ronaldo nach dem 22. November 2023, Messi wiederum nach dem 13. April 2026 treffen!

Schnellste Tore

  • Frühestes Tor in der UEFA Champions League: Roy Makaay (10,12 Sekunden)
    Bayern München - Real Madrid (07.03.2007)
  • Schnellstes Tor im Endspiel der UEFA Champions League: Paolo Maldini (53 Sekunden)
    Milan - Liverpool (25.05.2005)

Gegen Real Madrid traf Roy Makaay nach nur 10,12 Sekunden. Sowohl Ronaldo als auch Messi benötigten dagegen vier Minuten für ihr schnellstes UCL-Tor – Ronaldo traf im Oktober 2013 gegen Juve, Messi erzielte sein schnellstes Tor in der Champions League im Oktober 2008 gegen den FC Basel.

Hattricks

  • Schnellster Dreierpack in der UEFA Champions League: Bafétimbi Gomis (8 Minuten)
    Dinamo Zagreb - Olympique Lyonnais, 07.12.2011
  • Dreierpacks in aufeinanderfolgenden Partien in der UEFA Champions League: Luiz Adriano (2)
    FC BATE Borisov - FC Shakhtar Donetsk (21.10.14) & FC Shakhtar Donetsk - FC BATE Borisov (05.11.14)

Messi und Ronaldo halten zusammen den Rekord für die meisten Hattricks in der Champions League. Beide haben bisher fünf Fünferpacks erzielt. Den schnellsten Hattrick erzielte Messi innerhalb von 22 Minuten gegen Arsenal – es war auch sein erster – im Jahr 2010. Gegen Bayer Leverkusen am 7. März 2012 vergingen bei seinem Fünferpack zwischen dem zweiten und dem vierten Tor 16 Minuten.

Für seinen Viererpack gegen Malmö am letzten Spieltag der Gruppenphase 2015/16 benötigte Ronaldo 12 Minuten.

Langzeitrekorde

  • Tore in den meisten aufeinanderfolgenden Spielzeiten in der UEFA Champions League: Raúl González (14)
  • Tore in den meisten Spielzeiten der UEFA Champions League: Ryan Giggs (16)

Während Ronaldo weder mit Sporting CP (eine Saison) noch in den ersten zwei Saisons mit Manchester United in der Champions League erfolgreich war, traf er in den darauffolgenden zehn Spielzeiten in Folge. Um den Rekord von Raúl zu knacken, müsste er in den kommenden fünf Saisons in Folge treffen. Um den Rekord von Ryan Giggs dagegen zu brechen, müsste Ronaldo spielen, bis er über 40 ist.
Messi hingegen hat in jeder der elf Saisons getroffen, die er gespielt hat und somit könnte er in seinen Dreißigern sowohl Raúls als auch Giggs‘ Rekord knacken.

Die konstantesten Spieler

  • Tore in den meisten Spielen in Folge: Ruud van Nistelrooy (9), Manchester United, 2002/03
  • Bester Tordurchschnitt in Europapokal/UEFA Champions League: 0,97 – Gerd Müller (Bayern)
  • Bester Tordurchschnitt in UEFA-Vereinswettbewerben*: 0,90 – Radamel Falcao (Porto, Atlético Madrid)

Ronaldo traf in der Saison 2013/14 in acht Spielen in Folge und blieb damit nur ein Tor von dem Rekord von van Nistelrooy (9) entfernt. Bezogen auf den besten Tordurchschnitt, der bei 0,97 Toren pro Spiel liegt (Gerd Müller), kann Ronaldo nicht mithalten. Sein Durchschnitt in der Champions League liegt bei 0,71 Toren / Spiel (89 Tore in 125 Spielen), sein Schnitt in allen europäischen Wettbewerben liegt ebenfalls bei 0,71 (91 Tore in 128 Spielen). Messis Tordurchschnitt liegt etwas höher (0,78 in der Champions League – 80 Tore in 102 Spielen; 0,78 in allen Wettbewerben – 83 Tore bei 106 Einsätzen).

raul-ronaldo-messi-21012016

* UEFA-Vereinswettbewerbe bedeutet Europapokals der Landesmeister/UEFA Champions League, UEFA-Pokal/UEFA Europa League, Europa/Südamerika-Pokal, Pokal der Pokalsieger, UEFA-Superpokal und UEFA Intertoto Cup

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Weltfußballer 2015: Lionel Messi diesmal wieder vor Cristiano Ronaldo

Auch wenn sich Neymar dank seiner Nominierung unter die letzten Drei vor der FIFA-Gala am heutigen Montag in Zürich ebenfalls Hoffnungen auf seine erstmalige Auszeichnung als Weltfußballer des Jahres machen durften, war doch im Vorfeld schon klar, dass die Entscheidung wieder zwischen Lionel Messi und Cristiano Ronaldo fallen würde.

https://www.youtube.com/watch?v=M5tmVUQwErA

Seit 2008 erhielt immer einer der beiden fraglos besten Fußballer unserer Zeit die Ballon d'Or und dabei blieb es auch 2015. Nach den vier Triumphen in Folge von 2009 bis 2012 und zwischenzeitlich zwei Siegen von Ronaldo vereinte diesmal wieder Messi die meisten Stimmen auf sich.

41,33 Prozent der Stimmen, die von den Trainern und Kapitänen aller der FIFA angeschlossenen Nationalteams sowie jeweils einem Medienvertreter aus diesen Ländern stammten, erhielt der Argentinier, der mit dem FC Barcelona bis auf die spanische Supercopa alles gewann, was es 2015 zu gewinnen gab.

Für Cristiano Ronaldo, der zwar mehr Tore erzielte als Messi, aber mit Real Madrid ohne Trophäe blieb, stimmten 27,76 Prozent der Wahlberechtigten. Zum drittplatzierten Neymar mit 7,86 Prozent klaffte dann erwartungsgemäß schon eine große Lücke. Neymar ist aber derjenige, dem es am ehesten zuzutrauen ist, in die Phalanx von Messi und Ronaldo einzubrechen. Gerade Messi ist aber auch 2016 schon wieder überragend gestartet und scheint auf dem besten Weg zum sechsten Weltfußballer-Titel, während Ronaldo schon seit einigen Monaten nicht mehr auf absolutem Top-Niveau agiert, aber natürlich jederzeit wieder durchstarten kann.

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Copa del Rey: Messis Traumtor gegen Espanyol aus unterschiedlichen Perspektiven


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Mit zwei Toren und zwei Vorlagen war Lionel Messi beim gestrigen Pokalspiel gegen Espanyol (4:1) an allen vier Barça-Toren beteiligt. Das zweite Tor erzielte der 28-Jährige dabei per herrlichem Freistoß.

Es war das vierte Freistoßtor für Messi in der laufenden Saison. Außerdem holte er mit dem Tor Ronaldinho als Spieler des FC Barcelona mit den meisten Freistoßtoren ein. Beide haben 19 Mal per Freistoß getroffen.

Hier könnt ihr das Traumtor des Argentiniers aus allen möglichen Winkeln und Perspektiven betrachten:

https://www.instagram.com/p/BANhLbBP0t8

 

 

 

 

 

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Cristiano Ronaldo bleibt im Clásico blass – Lionel Messi feiert sein Comeback

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In den vergangenen Jahren waren Cristano Ronaldo und Lionel Messi nicht selten die Hauptfiguren im Clásico. Am gestrigen Samstag, beim in dieser Form nicht zu erwartenden 4:0-Sieg des FC Barcelona bei Real Madrid, spielten die beiden Superstars aber nur eine Nebenrolle.

Während Luis Suárez, Neymar und Andrés Iniesta groß aufspielten und auch für die vier Tore verantwortlich zeichneten, saß Messi nach knapp zwei Monaten Verletzungspause wie erwartet beim Anpfiff auf der Bank. Nach 56 Minuten kam der Argentinier aber für Ivan Rakitic und damit zum ersehnten Comeback. Und Messi ließ in einigen Aktionen gleich wieder seine Klasse aufblitzen. Ein Tor oder eine Vorlage blieben dem vierfachen Weltfußballer indes verwehrt, was sich angesichts des klaren Sieges der Katalanen aber verschmerzen ließ.

Video: Messi vs. Real Madrid (21.11.2015)

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Auf der anderen Seite ging Cristiano Ronaldo mit seinen Kollegen unter. In der ersten Hälfte fand auch der Portugiese keine Mittel gegen die Überlegenheit des Erzrivalen und als Real Madrid nach der Pause kurzzeitig am Drücker war, war von Ronaldo auch nicht viel zu sehen. Erst als die Partie schon entschieden war, kam Ronaldo zu zwei Chancen, scheiterte aber jeweils an Barça-Keeper Claudio Bravo: sowohl einen Heber aus kurzer Distanz als auch einen Kopfball Ronaldos konnte Bravo parieren.

Video: Ronaldo vs. FC Barcelona (21.11.2015)

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Ronaldo sucht damit weiterhin nach der Leichtigkeit der letzten Jahre und bleibt bei acht Treffern in zwölf Liga-Spielen. Für Messi sind drei Tore in sieben Partien notiert. Für beide gemessen an den letzten Jahren eine eher maue Ausbeute.

Clásico-Statistik  von Ronaldo und Messi

Vergleich man die Statistik von Messi und Ronaldo bei den Clásicos, so sieht die Bilanz des 30-jährigen Stürmer von Real Madrid alles anderes als gut aus. Von den 24 Duellen, die Ronaldo im Trikot von Real Madrid gegen den FC Barcelona bestritten hat, konnte er lediglich sechs gewinnen. Von den 18 anderen Spielen endeten sechs Unentschieden und 12 mit einer Niederlage.

Auf der anderen Seite hat Messi 31 Mal gegen Real Madrid mit einer deutlich besseren Bilanz: 15 Siege, 7 Niederlagen und 9 Unentschieden.

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