Viererpack gegen Eibar: Messi jagt den Rekord von Gerd Müller

Mit seinem ersten Viererpack seit über vier Jahren (am 27. Januar 2013) hat Messi beim 6:1-Sieg über SD Eibar im Rahmen des 5. Spieltags der LaLiga 2017/18  einen großen Schritt in Richtung Rekord von Gerd Müller als der Spieler mit den meisten Toren in einer der fünf großen Ligen Europas gemacht.

Jimmy Greaves überholt

Gestern erzielte Messi seine Ligatore 355 bis 358 und überholte damit Jimmy Greaves, der als Spieler von Chelsea, Tottenahm und West Ham zwischen 1957 und 1971 insgesamt 357 Tore in der englischen Liga erzielte.

Messi belegt mit seinen 358 Ligatoren in der Primera División nun auf Platz zwei, vor ihm liegt nur noch Müller, der während seiner Zeit als Spieler des FC Bayern München (1964–1979) 365 Tore in 427 Bundesligaspielen erzielte.

1,8 Tore pro Spiel

Sollte Messi seinen Schnitt von aktuell 1,8 Ligatoren pro Spiel beibehalten, so würde er wohl noch in diesem Jahr 2017 zum Spieler mit den meisten Toren für einen Klub in einer der fünf Top-Ligen Europa (Spanien, Italien, England, Deutschland, Frankreich) werden.

Neun Tore in den ersten fünf Ligaspielen

In seinen bisher fünf Partien 2017/18 hat der 30-jährige Argentinier bisher neun Treffer erzielt. Damit hat Messi den besten Ligastart in seinen mittlerweile 14 Saisons hingelegt. Noch nie zuvor hatte der Barça-Star in den ersten fünf Spieltagen die Marke von neun Tore erreicht!

Überhaupt ist Messi erst der fünfte Spieler, der in den letzten 70 Jahren in der spanischen Primera División neun oder mehr Tore in den ersten fünf Spieltagen erzielt. Vor ihm schafften diese Marke César, Pahiño, Amancio und Cristiano Ronaldo. Der Portugiese ist übrigens der Spieler mit den meisten Toren (369), wenn man alle Top-Ligen berücksichtigt. Ronaldo, der heute Abend gegen Betis sein erstes Ligaspiel 2017/18 bestreiten wird, hat bisher 265 Tore für Real Madrid erzielt. Dazu kommen noch 84 Premier-League-Treffer aus seiner Zeit bei Manchester United.

591 Pflichtspiele für Barça

Messi hat in bisher 591 Pflichtspielen für den FC Barcelona 519 Tore erzielt, die Tore gestern gegen Eibar waren zudem Nummer 299, 300, 301 und 302 im Camp Nou. In der Saison 2017/18 kommt Messi auf insgesamt zwölf Tore (9x Liga, 2x Champions League, 1x Supercopa) in acht Pflichtspielen.

Puyol und Xaxi

Im Ranking der Spieler mit den meisten Einsätzen für den FC Barcelona liegen nur noch Carles Puyol (593 Pflichtspiele) und Xavi Hernández (767). Sollte Messi die beiden kommenden Spiele – gegen Girona in der Liga und Sporting CP in der Champions League – bestreiten, würde er am 1. Oktober gegen UD Las Palmas sein 594. Spiel bestreiten und damit Puyol überholt haben.

Real Madrid: Geht Cristiano Ronaldo? – Man United und PSG im Gespräch

Als Real Madrid am späten Abend des 3. Juni einen 4:1-Erfolg im Finale der Champions League über Juventus Turin feierte und den Henkelpott in den Nachthimmel von Cardiff recken durfte, deutete nichts darauf hin, dass mit Cristiano Ronaldo ausgerechnet der wieder einmal entscheidende Mann des Tages bald Geschichte im Trikot der Königlichen sein könnte.

Doch inzwischen sieht es so aus, als wäre das Königsklassen-Finale von Cardiff Ronaldos letzter Auftritt als Real-Profi gewesen. Zunächst wurde bekannt, dass die spanische Staatsanwaltschaft gegen Ronaldo wegen Steuerhinterziehung von rund 14,7 Millionen Euro in den Jahren 2011 bis 2014 ermittelt, woraus mittlerweile eine Anklage samt erstem Gerichtstermin am 31. Juli nahe Madrid wurde. Im Zuge des Bekanntwerdens des Falles vermisste Ronaldo dem Vernehmen nach die Rückendeckung Reals und zugleich die Bereitschaft des Vereins, ein mögliches Bußgeld für seinen Star zu übernehmen.

Ronaldo kündigt Abschied an

Dass Ronaldos ewiger Rivale Lionel Messi beim FC Barcelona inzwischen rund 35 Millionen Euro netto pro Jahr verdienen soll, wohingegen Ronaldo von Real “nur“ 24 Millionen Euro erhalten soll, gilt als weiterer Grund für die Unzufriedenheit des 32 Jahre alte Portugiesen. Und Ronaldo ist es natürlich auch nicht entgangen, dass im Estadio Santiago Bernabéu gerade ihm gegenüber Unmutsbekundungen laut wurden, als es nicht richtig rund lief. Am Ende der Saison hat Ronaldo zwar mit seinen Toren in den entscheidenden Spielen der Champions League und auch einigen wichtigen Treffern auf dem Weg zu ersten Meisterschaft alle Kritiker mundtot gemacht, doch vergessen hat der amtierende Weltfußballer offenkundig nicht.

So ließ Ronaldo über seinen Berater Jorge Mendes in der “A Bola“, der größten Sportzeitung Portugals verlauten, dass seine Entscheidung, Real zu verlassen, “unumstößlich“ sei. Während weder Ronaldo noch Mendes ein Dementi abgaben, erklärte Real-Präsident Florentino Perez eher halbherzig, dass der Superstar auch kommende Saison für die Königlichen spielen werde. Die Art und Weise dieser Aussage lässt erahnen, dass die Gerüchte, Real wäre über einen Abschied Ronaldos gar nicht extrem traurig, durchaus Substanz haben könnten. Zum einen stören sich nicht wenige daran, dass Ronaldo nicht selten als wichtiger als die Mannschaft erachtet wird und zum anderen gibt es wohl auch Zweifel daran, wie lange der Portugiese sein aktuelles Leistungsvermögen noch aufrecht erhalten kann.

FC Bayern verneint Interesse

Interessenten für Ronaldo haben sich unterdessen längst in Stellung gebracht. In China und den USA könnte der Angreifer noch einmal richtig absahnen, doch sportlich wären beide Länder keine Herausforderung.

Letztlich scheinen deshalb nur zwei Optionen vorhanden zu sein, nachdem der FC Bayern München ein kolportiertes Interesse ins Reich der Fabel verwiesen hat. Zum einen Ronaldos Ex-Klub Manchester United, der mit dem von Real umgarnten Torwart David de Gea auch ein attraktives Tauschobjekt zu bieten hätte, und zum anderen Paris St. Germain. Beide Klubs könnten ein Gesamtpaket in deutlich dreistelliger Millionenhöhe wohl stemmen.

Lionel Messi entscheidet den 234. Clásico – Cristiano Ronaldo eher blass

Der FC Barcelona hat das Meisterschaftsrennen in Spanien mit einem 3:2-Sieg im 234. Clásico wieder spannend gemacht. Entscheidender Mann beim Erfolg der Katalanen bei Real Madrid war Lionel Messi, der damit auch das Duell der beiden Superstars gegen Cristiano Ronaldo klar gewann.

Nach seinen fünf Toren im Viertelfinale der Champions League gegen den FC Bayern München begann Cristiano Ronaldo auffällig und hatte Pech, als bei einem harten Einsteigen von Samuel Umtiti der mögliche Elfmeterpfiff schon in der zweiten Minute ausblieb. Davon unbeeindruckt versuchte es Ronaldo in der Anfangsphase zweimal mit gefährlichen Distanzschüssen, blieb aber erfolglos und tauchte dann mehr und mehr ab. Kurz vor dem 1:2 wäre Ronaldo aber vermutlich zur Stelle gewesen, doch Marcos Asensio spielte in einer aussichtsreichen Situation einen schwachen Querpass in den Rücken des Portugiesen, der den Ball dann nicht mehr aufs Tor bekam.

Auch Messi war von Beginn an gut im Spiel und konnte bereits in der zwölften Minute von Casemiro nur per Foul gestoppt werden, das dem Brasilianer eine frühe gelbe Karte einbrachte. Zehn Minuten später wurde es für Messi nach einem Ellenbogentreffer durch Marcelo schmerzhaft. Der Argentinier blutete im Gesicht und musste mehrere Minuten behandelt werden. Messi kehrte aber mit Taschentuch im Mund zurück und ließ sich von der Verletzung nicht beeindrucken. Vielmehr traf der fünffache Weltfußballer in der 33. Minute nach Zuspiel von Ivan Rakitic und einem schnellen Dribbling gegen Daniel Carvajal zum 1:1, um kurz vor der Pause nach einer Ecke das 2:1 knapp zu verpassen.

500. Pflichtspieltor von Messi

Messi blieb auch im zweiten Durchgang eine prägende Figur. Kurz nach Rakitic‘ Treffer zum 2:1 wurde “La Pulga“ von Sergio Ramos übel von den Beinen geholt, was dem Real-Kapitän die rote Karte einbrachte. Und als Real in Unterzahl ausgeglichen hatte, war es wiederum Messi, der zum Gegenschlag ausholte. In der letzten Aktion der Partie schloss Barças Nummer zehn einen Konter aus dem Lehrbuch zum 3:2-Siegtor ab – es war gleichzeitig Messis 500. Pflichtspieltor für den FC Barcelona und gleichzeitig der persönliche Clásico-Triumph über Cristiano Ronaldo.

Tor-Statistik 2016/17 von Messi und Ronaldo vor dem Clásico

Nur noch wenige Stunden sind es bis zum 234. Clásico zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona (heute Abend ab 20:45 Uhr), das womöglich wieder ganz im Zeichen der beiden Superstars, Cristiano Ronaldo und Lionel Messi, stehen dürfte. Der FC Barcelona hat anlässlich des Spiels heute Abend auf Twitter vier Infografiken mit interessanten Tor-Statistiken der beiden Spieler in der aktuellen Saison 2016/17 veröffentlicht. Nachfolgend möchten wir kurz auf die Zahlen eingehen. Weiter ausführlichere Statistiken findest du übrigens in unserer Infografik.

Wie viele Tore haben Ronaldo und Messi bisher erzielt?

In der laufenden Saison 2016/17 hat Cristiano Ronaldo 31 Tore für Real Madrid erzielt. Lionel Messi kommt auf 45 Saisontore im Trikot des FC Barcelona.

Für seine 31 Tore benötigte Ronaldo 38 Spiele. Das entspricht einem Schnitt von 0,8 Toren pro Spiel. Während die Mehrheit der Spieler auf diesem Planeten von so einem Tore-Schnitt nur träumen können, ist es aus Sicht von Ronaldo ein eher mittelmäßiger, zumindest im Vergleich mit sich selbst. Zuletzt blieb Ronaldo in der Saison 2010/11 unter einem Tor pro Spiel.

Leo Messi wiederum erzielte seine 45 Tore in gleich vielen Spielen. Nicht nur hat er damit seinen Schnitt von 2015/16 (0,83 Tore/Spiel) deutlich verbessert, sondern bereits jetzt schon mehr Tore erzielt, als in der gesamten letzten Saison, wo er in 49 Spielen auf gerademal 41 Tore kam. Zum achten Mal in Folge hat Messi übrigens die Barriere von 40 Saisontoren durchbrochen.

Wie wurden die Tore erzielt?

Messi ist Linksfuß und so wundert es auch nicht, dass er 38 seiner 45 Saisontore (84%) im Trikot des FC Barcelona mit dem linken Fuß erzielt hat und nur fünf mit rechts. Dazu kommen – trotz seiner eher geringen Körpergröße – immerhin zwei Kopfballtore. In dieser Disziplin ist Ronaldo mit fünf Toren (16%) deutlich erfolgreicher. Als Rechtsfuß hat der 32-Jährige 70% seiner Tore mit rechts erzielt (22), mit seinem eher schwachen linken Fuß traf er dagegen nur drei Mal in dieser Saison.

Messi kommt in dieser Saison übrigens auf vier Freistoßtore (je zwei in der Liga und im Pokal), Ronaldo hat zwei Mal per Freistoß getroffen (je ein Mal in der Liga und in der Champions League).

Die Tore von Messi und Ronaldo nach Wettbewerben

In den drei wichtigsten Wettbewerben (LaLiga, Champions League, Copa del Rey) konnte Messi jeweils mehr Tore erzielen als CR7. So kommt der Argentinier in der Liga auf 29 Tore (in 28 Spielen), während Ronaldo in 23 Spielen 19 Tore gemacht hat. In der Champions League konnte Ronaldo nach seinen fünf Toren gegen den FC Bayern im Viertelfinale aufholen und hat nun sieben Tore auf seinem Tore-Konto. Messi kommt auf elf CL-Treffer, hat aber nach dem Aus gegen Juve keine Chance mehr, seinen Vorsprung auszubauen. Ronaldo bleiben im Idealfall drei Spiele, jedoch mindestens zwei (Halbfinale gegen Atlético), um zu versuchen, Messi doch noch einzuholen.

In der Copa del Rey hat Messi vier Tore erzielt, Ronaldo lediglich eins. Messi steht mit dem FC Barcelona im Finale und kann dort diesen Vorsprung weiter ausbauen.

Ronaldo hat bei der FIFA Klub-WM im Dezember vier Treffer erzielt, Messi war einmal im spanischen Supercup im August erfolgreich.

Aus welcher Entfernung trafen Messi und Ronaldo?

In einer letzten Grafik, die der FC Barcelona heute veröffentlicht hat, werden die insgesamt 76 Tore der beiden Spieler dahingehend analysiert, ob sie innerhalb oder außerhalb des Strafraums erzielt wurden. Man sollte meinen, dass hier Ronaldo, bekannt für seine gefährlichen Distanzschüsse, mehr Tore von außerhalb des Sechzehners erzielt haben dürfte, doch die Statistik sagt was anderes. Nicht Ronaldo sondern Messi hat hier die Nase vorn. Elf der 45 Tore und damit knapp ein Viertel aller Tore erzielte der 29-Jährige von außerhalb des Strafraums. Der Portugiese kommt auf „nur“ vier Tore aus der Distanz (knapp 13%).

Alle Infografiken: fcbarcelona.com

Ronaldo vs. Messi vor dem Clásico

Der Clásico zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona stand in der Vergangenheit nicht selten ganz im Zeichen des Duells der beiden Superstars Cristiano Ronaldo und Lionel Messi. Beim 1:1 im Hinspiel am 3. Dezember im Camp Nou waren der Portugiese und der Argentinier indes keine wirklich prägenden Figuren. Während für Barça Luis Suárez die Führung besorgte und Sergio Ramos für Real den späten Ausgleich markierte, gingen Messi und Ronaldo leer aus. Beide hatten zwar jeweils eine gute Torchance, blieben insgesamt für ihre Verhältnisse aber eher unauffällig.

Ronaldo 19 – 29 Messi

Nichtsdestotrotz wird allgemein erwartet, dass Ronaldo und Messi dem 234. Clásico am Sonntagabend im Estadio Santiago Bernabéu (Live Stream Infos) ihren Stempel aufdrücken könnten. Dabei ist die Trefferquote der beiden überragenden Fußballer des letzten Jahrzehnts in dieser Saison eher überschaubar, gemessen an den persönlichen Rekordwerten der letzten Jahre wohlgemerkt. Messis Ausbeute mit 29 Toren in 28 Einsätzen ist natürlich immer noch überragend, wird aber nicht annähernd reichen, um den Rekord von 50 Treffern aus der Saison 2011/12 zu knacken. Und für Ronaldo sind bei verletzungsbedingt nur 24 Einsätzen sogar lediglich 19 Treffer notiert und die 48 Tore aus der Saison 2014/15 damit ebenfalls in unerreichbarer Ferne.

Ronaldo: Fünf Tore gegen den FC Bayern

Messi, der in drei seiner letzten vier Liga-Spiele doppelt getroffen hat, bringt es zudem in der Champions League auf immerhin elf Treffer, ging allerdings nun im Viertelfinale gegen Juventus Turin (0:3 und 0:0) wie seine Kollegen komplett leer aus. Dagegen nutzte Ronaldo, der in der Liga dreimal in Folge nicht getroffen hat, die Königsklasse zum Aufbau von noch mehr Selbstvertrauen als ohnehin schon. Nachdem der 32-Jährige nur in den beiden ersten Gruppenspielen jeweils einmal erfolgreich war, beendete Ronaldo schon im Viertelfinal-Hinspiel beim FC Bayern München mit einem Doppelpack eine sechs Spiele währende Flaute in der Königsklasse und legte dann im Rückspiel beim 4:2-Erfolg nach Verlängerung sogar drei Treffer nach.

Die letzten Tage sprechen daher eher für Ronaldo, doch Messi spielt unter dem Strich die bessere und konstantere Saison, zumal der kleine Argentinier für seine Mannschaft längst nicht mehr nur als Torjäger, sondern auch als Spielmacher und Vorbereiter wichtig ist. Ronaldo hingegen ist weiterhin ein Abschlussspieler, der auf seine Chancen lauert, dann aber nicht viele Gelegenheiten braucht, um entscheidende Akzente zu setzen.

Offiziell: Lionel Messi von der FIFA für vier Spiele gesperrt

Vier Spiele Sperre für Messi

Quelle: youtube.com

Argentinien wird heute das wichtige WM-Qualifikationsspiel gegen Bolivien ohne seinen Superstar Lionel Messi bestreiten müssen. Die FIFA-Disziplinarkommission hat den 29-Jährigen wegen „beleidigender Äußerungen gegenüber einem Schiedsrichterassistenten“ für vier Spiele gesperrt. Der Vorfall hatte sich beim letzten Qualifikationsspiel am 23. März zwischen Argentinien und Chile ereignet.

Damit verpasst Messi die vier kommenden Qualifikationsspiele der „Albiceleste“, angefangen beim Spiel heute Abend gegen Bolivien in La Paz. Außerdem fehlt Messi am kommenden 31. August gegen Uruguay in Montevideo sowie bei den beiden Heimspielen gegen Venezuela (5. September 2017) und Peru (5. Oktober 2017). Zusätzlich muss Messi eine Geldstrafe in Höhe von 10.000 Schweizer Franken zahlen.

Bei ihrer Entscheidung stützte sich die FIFA-Disziplinarkommission auf ausgewertetes Videomaterial. Bereits nach dem Spiel war gegen Messi ein Disziplinarverfahren eingeleitet worden heute nun fiel das Urteil: vier Spiele Strafe.

„Lionel Messi wird der Verletzung von Art. 57 des Disziplinarreglements (beleidigende Äußerungen gegenüber einem Schiedsrichterassistenten) für schuldig befunden“, heißt es in der offiziellen Mitteilung.

Messi hatte unmittelbar nach dem Spiel gegen Chile (1:0) am vergangenen Samstag einen der Schiedsrichter-Assistenten beleidigt, der Schiedsrichter der Partie hatte dies in der Akte jedoch nicht vermerkt.

Die 100 Barça-Doppelpacks von Lionel Messi im Detail

Am vergangenen Sonntag erzielte Lionel Messi beim 4:2-Sieg über den FC Valencia im Rahmen des 28. Spieltags der Primera División zwei Tore und erreichte damit die Marke von 100 Doppelpacks im Trikot des FC Barcelona. Eine beeindruckende Zahl, wenn man bedenkt, dass der Argentinier im Juni gerade mal 30 Jahre alt wird und ihm damit noch genug Zeit bleibt, diese Marke nach Belieben weiter auszubauen.

Nachfolgend werden wir die 100 Doppelpacks mal etwas genauer unter die Lupe nehmen.

Das Spiel gegen den FC Valencia war das achte in dieser Saison 2016/17, in dem Messi zwei Tore erzielte (sieben in der Liga und eins, gegen Celtic, in der Champions League). Gegen Valencia traf er auch in der Hinrunde beim 3:2-Auswärtssieg zweimal, darüber hinaus hat er in dieser Saison schon zwei Tore gegen Leganés (2:1 und 5:1), Betis (6:2), Osasuna (3:0) und Celta Vigo (5:0) erzielt.

Die 100 Doppelpacks nach Gegnern…

Das Team, gegen das Messi die meisten Doppelpacks im Trikot des FC Barcelona erzielt hat, ist der FC Sevilla mit sechs. Es folgen Getafe und Betis mit je fünf Messi-Doppelpacks. Gegen Real Madrid erzielte er in vier Clásicos jeweils zwei Tore. Ebenfalls vier Doppelpacks kassierten Osasuna, Zaragoza, Levante, Racing und Rayo Vallecano.

…Wettbewerben..

Folgende Bilanz ergibt sich, wenn man die 100 Doppelpacks nach Wettbewerb aufschlüsselt: 70 in der Primera División, 19 in der Champions League, acht in der Copa del Rey, zwei im spanischen Supercup sowie jeweils einer im europäischen Supercup und bei der Klub-WM.

..und Saisons:

  • 2006/07: 5
  • 2007/08: 3
  • 2008/09: 7
  • 2009/10: 10
  • 2010/11: 12
  • 2011/12: 12
  • 2012/13: 18
  • 2013/14: 7
  • 2014/15: 11
  • 2015/16: 7
  • 2016/17: 8

Der erste Messi-Doppelpack…

Das erste Mal zwei Tore in einem Spiel erzielte Messi in der Saison 2005/06 (am 29. Januar 2006) gegen RCD Mallorca, die Partie auf der Balearischen Insel endete 3:0:

…und der letzte

Der letzte und 100. Doppelpack war der gegen den FC Valencia am 19. März 2017 (ab Min. 1:30 im Video):

in 92% der Spiele an einem Barça-Tor beteiligt: die beeindruckenden Zahlen von Messi seit dem Clásico

Lionel Messi hat einen hervorragenden Start ins neue Jahr 2017 hingelegt. Untermalt wird dieser Eindruck durch die Zahlen des Argentiniers, auf die wir in diesem Beitrag etwas näher eingehen möchten. Als Wendepunkt kann hierbei der letzte Clásico im Camp Nou gesehen werden, bei dem sich am 3. Dezember der FC Barcelona und Real Madrid 1:1 Unentschieden trennten und bei dem Messi nicht unbedingt seinen besten Tag erwischte. Weder traf er noch bereitete er ein Tor vor. Lediglich zwei Torschüsse gab er ab, wobei der eine daneben ging und der andere kein Problem für Real-Keeper Keylor Navas darstellte. Neben den zwei Torschüssen war er an zwei weiteren Torchancen direkt beteiligt und immerhin 91% seiner Pässe kamen an.

In elf der letzten zwölf Spiele entweder getroffen oder Tor vorbereitet

So weit so gut. Werfen wir nun einen Blick auf die Spiele nach dem Clásico. Zwölf sind es bisher gewesen (sechs in der Liga, fünf in der Copa del Rey und eins in der Champions League). Abgesehen vom Copa-del-Rey-Spiel gegen Real Sociedad in San Sebastián, wo er Neymar den Elfmeter überließ, hat Messi in all diesen Spielen entweder getroffen oder aber mindestens ein Tor vorbereitet (siehe Auflistung weiter unten).

Elf Tore und fünf Vorlagen

Seit dem 3. Dezember hat Messi in diesen zwölf Begegnungen insgesamt elf Tore erzielt und fünf Vorlagen gegeben. Hier zeigt sich also der immer größer werdende Einfluss des 29-Jährigen im Offensivspiel des FC Barcelona. Ein Einfluss, der sich nicht nur in Form von Toren und Vorlagen widerspiegelt, sondern auch in der Spielgestaltung. Der Weggang von Xavi Hernández und die verletzungsbedingte Abwesenheit von Iniesta (z. B. beim Spiel gegen Atlético de Madrid im Copa del Rey Halbfinal-Hinspiel am Mittwoch) hat Messi von einem Linksaußen bzw. Mittelstürmer zu einem torgefährlichen Offensiv-Allrounder „mutieren“ lassen.

Seine beste Leistung seit 2013

In den 29 Pflichtspielen, die Messi in dieser Saison bisher bestritten hat, hat er in 23 von ihnen entweder getroffen oder aber ein Tor vorbereitet (30 Tore und 12 Vorlagen). Sollte er dieses Niveau halten können, käme er am Ende der Saison hochgerechnet auf 60 Tore in 58 Spielen. Einen solchen Schnitt von mehr als einem Tor pro Spiel hatte der fünfmalige Weltfußballer zuletzt in der Saison 2014/15, als er in 57 Pflichtspielen 58 Mal traf…

Nachfolgend gehen wir auf die Spiele seit dem Clásico ein und zeigen dabei, wie groß der Einfluss von Messi in jedem einzelnen war:

LaLiga:

Osasuna 0 – Barcelona 3: Doppelpack von Messi.

Barcelona 4 – Espanyol 1: Zwei Torvorlagen, eine auf Luis Suárez zum 2:0 und eine auf Jordi Alba zum 3:0. Den Schlusspukt setzt er mit einem eigenen Tor mit dem linken Fuß zum 4:1 Endstand.

Villarreal 1 – Barcelona 1: In der 90. Minute rettet Messi im Cerámica-Stadion per fantastischem Freistoß-Tor einen Punkt.

Barcelona 5 – Las Palmas 0: Messi erzielt das 2:0 in der 52. Minute per Rechtsschuss.

Eibar 0 – Barcelona 4: Messi erzielt in Ipurua das zweite Tor der Katalanen in der 50. Minute.

Betis 1 –Barcelona 1: Bei dem zugegebenermaßen enttäuschenden Ligaspiel in Sevilla gibt Messi die Vorlage zum Ausgleich durch Luis Suárez in der 89. Minute.

Champions League:

Barcelona 4 – Mönchengladbach 0: Im letzten Spiel der Gruppenphase erzielt Messi den ersten der vier Barça-Treffer – es ist Champions-League-Treffer Nummer zehn.

Copa del Rey:

Athletic 2 – Barcelona 1: Mit seinem ebenso wichtigen wie sehenswerten Freistoßtor in der 52. Minute beim Achtelfinal-Hinspiel gegen Athletic schafft Messi eine gute Ausgangslage für das Rückspiel im Camp Nou.

Barcelona 3 – Athletic 1: Auch im Rückspiel erzielt Messi ein perfektes Freistoßtor.

Barcelona 5 – Real Sociedad 2: Im Achtelfinal-Rückspiel erzielt Messi das 2:0 per Elfmeter und bereitete anschließend zwei Tore vor: das von Luis Suárez zum 3:1 und das 5:2 von Denis.

Atlético 1 – Barcelona 2: Im letzten Barça-Spiel am Mittwoch bewies Messi in Abwesenheit von Busquets und Iniesta seine Allrounder-Qualitäten und machte eines seiner komplettesten Spiele in dieser Saison. 63 Mal griff er ins Spielgeschehen ein und gab nur fünf schlechte Pässe. Er gab zwei Torschüsse ab, beide von außerhalb des Sechzehners: der eine ging ins Tor und der andere war ein Freistoß, den den Keeper per Glanzparade an die Latte lenkte.

https://www.youtube.com/watch?v=72KwL3sZ-qs

Wie groß sein Einfluss im Aufbauspiel am Mittwoch war, zeigt die folgende Heat-Map:

Foto: © Save the Dream / CC BY 2.0 / via Flickr

Ohne Cristiano Ronaldo gegen Deportivo

Real Madrid empfängt diesen Samstag (ab 20:45 Uhr) im Rahmen des 15. Spieltags der Primera División das Team von Deportivo La Coruña. Doch Zinédine Zidane scheint in Gedanken schon bei der FIFA Klub-WM zu sein, die die Königlichen in der nächsten Woche in Japan bestreiten werden, hat er doch bei der heutigen Pressekonferenz angekündigt, Cristiano Ronaldo für das Spiel im Bernabéu pausieren zu lassen.

Es ist das erste Mal diese Saison, dass Ronaldo, der aktuell die Torschützenliste der Primera División mit zehn Treffern anführt, bei einem Ligaspiel nicht im Kader steht. Neben Ronaldo wurden auch die beiden Leistungsträger Karim Benzema und Luka Modric nicht für das morgige Spiel berücksichtigt.

Der Kader von Real Madrid für die Partie gegen Deportivo:

Torhüter: Navas, Casilla und Yáñez.
Abwehrspieler: Carvajal, Pepe, Ramos, Varane, Nacho, Marcelo und Danilo.
Mittelfeldspieler: Kroos, James, Casemiro, Kovacic, Asensio und Isco.
Stürmer: Morata, Lucas Vázquez und Mariano.

233. Clásico: Kein Sieger im Duell Messi gegen Ronaldo

Nicht nur der Clásico zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid fand mit einem 1:1 keinen Sieger, sondern auch im Superstar-Duell zwischen Lionel Messi und Cristiano Ronaldo gab es am Ende keinen Gewinner. Beide blieben ohne Torbeteiligung, hatten aber jeweils einen Treffer auf dem Schlappen und verpassten es auch deshalb, dem Clásico wie so oft in der Vergangenheit ihren Stempel aufzudrücken.

In der ersten Halbzeit war Ronaldo, der sich zumindest äußerlich vom Bekanntwerden der neuen Vorwürfe in puncto Steuertricks unbeeindruckt zeigte, der etwas auffälligere der beiden Stars. Bei einem Kopfball in der 16. Minute brachte der Portugiese aber ebenso keinen Druck hinter den Ball wie nach einem Dribbling sieben Minute vor der Pause. Am gefährlichsten war noch eine Einzelaktion eine Minute zuvor, als Ronaldo aus spitzem Winkel aber an Barça-Schlussmann Marc-Andre ter Stegen scheiterte. Auch kurz nach der Pause zog Ronaldo aus spitzem Winkel ab, hätte in dieser Szene aber den mitgelaufenen und besser postierten Daniel Carvajal bedienen müssen. Danach war von Ronaldo, der eine Viertelstunde vor Schluss eine Ecke von Luka Modric knapp verpasste, nicht mehr viel zu sehen. Am Ende durfte Ronaldo aber mit seinen Kollegen über einen in der Endabrechnung vielleicht richtig wichtigen Punkt jubeln.

Allerdings nur deshalb, weil sein Gegenüber Messi acht Minuten vor dem Ende nach tollem Zuspiel von Andres Iniesta am langen Eck vorbei zielte und so die große Chance zur Vorentscheidung vergab. Zuvor war der Argentinier selbst nur mit einem allerdings harmlosen Freistoß in der Anfangsphase selbst torgefährlich worden, ansonsten aber vor allem als Einfädler und Passgeber in Erscheinung getreten. Doch die Zuspiele von Messi vor allem auch Luis Suárez, aber auch auf Neymar führten in letzter Konsequenz nicht zum Erfolg.