Sommer 2016: Messi tritt zurück – Cristiano Ronaldo schielt auf das Finale

Vor zwei Jahren traten Lionel Messi als Final-Verlierer und Cristiano Ronaldo nach dem Vorrunden-Aus enttäuscht die Heimreise von der WM 2014 an. Der Sommer 2016 hielt nun für Messi die nächste und wohl letzte Enttäuschung im Trikot der argentinischen Nationalmannschaft parat, während Cristiano Ronaldo mit Portugal noch auf dem EM-Titel hoffen darf.

Die Copa America 2016 begann für Messi bereits alles andere als optimal. Wegen einer in der Vorbereitung erlittenen Rückenverletzung verpasste der amtierende Weltfußballer den 2:1-Auftaktsieg gegen Chile, meldete sich dann aber beim 4:0 gegen Panama als Joker mit einem Hattrick eindrucksvoll zurück. Im abschließenden Gruppenspiel gegen Bolivien (3:0) reichte es dann schon zu einem 45-Minuten-Einsatz und im Viertelfinale gegen Venezuela (4:1) avancierte ein überragender Messi von Anfang an mit einem Tor und zwei Vorlagen zum Mann des Tages. Auch im Halbfinale gegen die USA verbuchte Messi ein Tor und zwei Assists, ehe im Finale das bittere Ende kam. Nach torlosen 120 Minuten gegen Chile war Messi neben Lucas Biglia einer von zwei Argentiniern, die im Elfmeterschießen scheiterten.

Rücktritt mit 29 Jahren

Im Anschluss an die dritte Finalniederlage in drei Jahren verkündete Messi nach 113 Länderspielen mit 55 Toren seinen Rücktritt. Ob es dabei bleibt ist mit Blick auf die WM 2018 und der vielen Bitten, diese Entscheidung zu überdenken, noch nicht ganz sicher.
Cristiano Ronaldo startete derweil bei der EM 2016 schwach. Beim 1:1 gegen Island und beim 0:0 gegen Österreich gab der Superstar inklusive eines Elfmeters 20 Torschüsse ab, traf aber nicht, ehe im letzten Vorrundenspiel gegen Ungarn (3:3) mit zwei Toren der Knoten platzte. Allerdings nur vorerst, denn im Achtelfinale gegen Kroatien lieferte Ronaldo wieder eine schwache Leistung ab, war in der 117. Minute aber Wegbereiter des goldenen 1:0 durch Ricardo Quaresma, der zur Stelle war, als Kroatiens Schlussmann Danijel Subasic Ronaldos Schuss nicht festhalten konnte. Nun geht es im Viertelfinale gegen Polen und angesichts eines Halbfinales gegen den Sieger der Partie Belgien – Wales ist selbst das Endspiel alles andere als unwahrscheinlich.

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