Archiv der Kategorie: WM 2018

Nach seinem Tor gegen Marokko: Ronaldo überholt Puskas

Ronaldo hat im zweiten WM-Spiel 2018 sein viertes WM-Tor für Portugal erzielt. Gegen Marokko köpfte der 33-Jährige bereits in der 4. Minute eine Flanke von Moutinho zum 1-0 ein.

Bei diesem Ergebnis blieb es am Ende dann auch. Damit ist Marokko als erster der 32 WM-Teilnehmer 2018 mathematisch ausgeschieden.

Portugal hingegen hat in der Gruppe B mit vier Punkte vorerst die Tabellenführung übernommen, allerdings mit einem Spiel mehr.

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Ronaldo führt WM-Torschützenliste an

Ronaldo führt mit vier Toren aktuell die WM-Torschützenliste an. Das Tor gegen Marokko war sein 85. Treffer im Portugal Trikot, wodurch CR7 den legendären Ferenc Puskás von Platz 2 der Spieler mit den meisten Länderspieltoren verdrängte!

Vor ihm liegt jetzt nur noch der Iraner Ali Daei, der in 149 Länderspielen auf 109 Treffer kam.

Vier Tore in den ersten zwei WM-Spielen

Ronaldo ist außerdem der erste portugiesische Spieler, der in den ersten beiden Partien einer WM vier Tore erzielt.

Überhaupt war dies seit der Weltmeisterschaft 2002 in Südkorea/Japan keinem Spieler mehr gelungen. Damals schaffte es Miroslav Klose.

Vor diesem schafften es wiederum Batistuta (1998), Elkjaer (1986), Rummenigge (1982), Lato (1974), Szarmach (1974), Müller (1970) und Florian Albert (1962), vier Tore in den ersten beiden Spielen einer Fußball-WM zu erzielen.

WM 2018: Argentinien trotz Messi keiner der Top-Favoriten

Bei der WM 2014 brillierte Argentinien zwar nur selten, schaffte es aber dennoch bis ins Endspiel, wo der Albiceleste beim 0:1 nach Verlängerung gegen Deutschland aber die Krönung versagt blieb. Ebenso bei den beiden Auflagen der Copa America in den Jahren 2015 und 2016, als im Finale jeweils gegen Chile verloren wurde. Argentinien wartet somit nicht nur seit 1986 auf den dritten WM-Titel der Verbandsgeschichte, sondern zugleich seit dem Gewinn der Copa America 1993 auf einen ganz großen Erfolg.

Das soll sich bei der WM 2018 ändern, bei der Argentinien möglicherweise zum letzten Mal von Lionel Messi angeführt wird, der während des Turniers am 24. Juni seinen 31. Geburtstag feiert und folglich bei der Winter-WM viereinhalb Jahre später in Katar bereits 35 wäre. Doch ob Messi alleine bei der WM in Russland reichen wird, erscheint fraglich, obwohl der Superstar des FC Barcelona in der Offensive reihenweise weitere exzellente Individualisten um sich weiß. Doch schon vor dem verletzungsbedingten Ausfall von Stammkeeper Sergio Romero verkörperte Argentinien in Sachen Defensive nur bedingt oberstes Niveau. Überdeutlich wurde dies bei der herben 1:6-Pleite im Testspiel Ende März in Spanien, als die Albiceleste ohne den angeschlagen geschonten Messi mächtig unter die Räder kam.

Zuvor war es einmal mehr Messi, der Argentinien am Ende einer nicht wirklich souveränen WM-Qualifikation rettete. Am letzten Spieltag erzielte der Kapitän alle drei Treffer zum 3:1-Sieg in Ecuador, mit dem Argentinien das WM-Ticket erst löst. Auf den ersten Blick zwar auf einem guten dritten Platz hinter Brasilien und Kolumbien, allerdings auch nur mit zwei Punkten mehr als die als Sechster schon nicht mehr qualifizierte Auswahl Chiles.

In Russland erwartet Argentinien schon in der Vorrunde keine einfache Aufgabe. Mit Kroatien gehört ein stark besetzter Geheimfavorit zu den Gruppengegnern, ebenso wie das unangenehm zu bespielende Team aus Island, das schon bei der EM 2016 überraschte. Und mit Nigeria trifft die wieder von Adidas ausgerüstete und im traditionellen Weiß-Hellblau spielende Auswahl Argentiniens zudem auf die aktuell vielleicht stärkste Mannschaft Afrikas. Sollte der Sprung ins Achtelfinale gelingen, ginge es gegen ein Team aus Gruppe C, in der Frankreich sicherlich eine Mammutaufgabe wäre, die übrigen Teams aus Peru, Dänemark und Australien aber schlagbar sein sollten. Danach könnte es aber schwierig werden, denn zu den Top-Favoriten vom Schlage Spanien,

WM 2018: Kann Portugal den EM-Coup bestätigen?

Obwohl Cristiano Ronaldo, der nach seinem verletzungsbedingten Aus als eine Art Co-Trainer an der Seitenlinie fungierte, über weite Strecken des Finale nicht mitwirken konnte, krönte sich Portugal 2016 mit einem 1:0-Sieg nach Verlängerung über Gastgeber Frankreich zum ersten Mal überhaupt zum Europameister. Aufgrund dieses Titels sind die Erwartungen an die Iberer vor der WM 2018 nicht gerade gering, doch zu den Top-Favoriten zählt die portugiesische Auswahl trotz eines nach wie vor äußerst treffsicheren und diesmal im Vorfeld des Turniers auch nicht angeschlagenen Ronaldo nicht. Ronaldo verkörpert zwar sicherlich absolute Weltklasse, doch die übrige Mannschaft Portugals besitzt diese nicht oder allenfalls in vereinzelten Ansätzen.

Schon der Gewinn der EM 2016 fußte auf eine sehr disziplinierten Leistung einer gerade defensiv bestens organisierten Mannschaft. Dass sein Team spielerisch nicht brillierte und in der Vorrunde mit drei Unentschieden sogar nur Dritter wurde, rechtfertigte Trainer Fernando Santos mit dem unter dem Strich stehenden Erfolg, was naturgemäß jede Kritik abperlen ließ.

Auch in Russland wird der erfahrene Fernando Santos wieder vornehmlich auf ein funktionierendes Kollektiv setzen, aus dem aber natürlich einige Individualisten herausragen. Neben Ronaldo vor allem auch Spielmacher Bernardo Silva, der ein gutes erstes Jahr bei Manchester City gespielt hat. Dagegen konnte Andre Silva, der in der Qualifikation mit neun Treffern hinter Ronaldo (15) zweibeste Torschütze beim AC Mailand noch nicht wie erhofft überzeugen. Dennoch muss man sich um die portugiesische Offensive, in der hochveranlagte Akteure wie Goncalo Guedes oder Gelson Martins sowie Altstar Ricardo Quaresma starke Alternativen darstellen, keine Sorgen machen. Anders als um die überalterte Innenverteidigung mit Spielern wie Pepe, Jose Fonte oder Bruno Alves, die mangels nachrückender Akteure weiterhin gefragt sind. Alle drei sind aber weit über die 30-Jahre-Grenze hinaus und nur noch in international zwei- oder gar drittklassigen Ligen aktiv. Insbesondere die mangelnde Schnelligkeit im Abwehrzentrum könnte eine Schwäche sein, die offensivstarke Gegner für sich nutzen könnten.

In der Qualifikation fiel die Entscheidung erst am letzten Spieltag. Mit einem 2:0 gegen die Schweiz und damit dem neunten Sieg in Folge gelang der Gruppensieg, nachdem das Auftaktspiel in der Schweiz mit dem gleichen Ergebnis verloren worden war.

Bei der WM geht es für Portugal mit dem iberischen Nachbarschaftsduell gleich richtig intensiv los, ehe in den Spielen gegen Marokko und den Iran die Favoritenrolle klar auf Seiten von Ronaldo und