WM 2018: Argentinien trotz Messi keiner der Top-Favoriten

Bei der WM 2014 brillierte Argentinien zwar nur selten, schaffte es aber dennoch bis ins Endspiel, wo der Albiceleste beim 0:1 nach Verlängerung gegen Deutschland aber die Krönung versagt blieb. Ebenso bei den beiden Auflagen der Copa America in den Jahren 2015 und 2016, als im Finale jeweils gegen Chile verloren wurde. Argentinien wartet somit nicht nur seit 1986 auf den dritten WM-Titel der Verbandsgeschichte, sondern zugleich seit dem Gewinn der Copa America 1993 auf einen ganz großen Erfolg.

Das soll sich bei der WM 2018 ändern, bei der Argentinien möglicherweise zum letzten Mal von Lionel Messi angeführt wird, der während des Turniers am 24. Juni seinen 31. Geburtstag feiert und folglich bei der Winter-WM viereinhalb Jahre später in Katar bereits 35 wäre. Doch ob Messi alleine bei der WM in Russland reichen wird, erscheint fraglich, obwohl der Superstar des FC Barcelona in der Offensive reihenweise weitere exzellente Individualisten um sich weiß. Doch schon vor dem verletzungsbedingten Ausfall von Stammkeeper Sergio Romero verkörperte Argentinien in Sachen Defensive nur bedingt oberstes Niveau. Überdeutlich wurde dies bei der herben 1:6-Pleite im Testspiel Ende März in Spanien, als die Albiceleste ohne den angeschlagen geschonten Messi mächtig unter die Räder kam.

Zuvor war es einmal mehr Messi, der Argentinien am Ende einer nicht wirklich souveränen WM-Qualifikation rettete. Am letzten Spieltag erzielte der Kapitän alle drei Treffer zum 3:1-Sieg in Ecuador, mit dem Argentinien das WM-Ticket erst löst. Auf den ersten Blick zwar auf einem guten dritten Platz hinter Brasilien und Kolumbien, allerdings auch nur mit zwei Punkten mehr als die als Sechster schon nicht mehr qualifizierte Auswahl Chiles.

In Russland erwartet Argentinien schon in der Vorrunde keine einfache Aufgabe. Mit Kroatien gehört ein stark besetzter Geheimfavorit zu den Gruppengegnern, ebenso wie das unangenehm zu bespielende Team aus Island, das schon bei der EM 2016 überraschte. Und mit Nigeria trifft die wieder von Adidas ausgerüstete und im traditionellen Weiß-Hellblau spielende Auswahl Argentiniens zudem auf die aktuell vielleicht stärkste Mannschaft Afrikas. Sollte der Sprung ins Achtelfinale gelingen, ginge es gegen ein Team aus Gruppe C, in der Frankreich sicherlich eine Mammutaufgabe wäre, die übrigen Teams aus Peru, Dänemark und Australien aber schlagbar sein sollten. Danach könnte es aber schwierig werden, denn zu den Top-Favoriten vom Schlage Spanien,

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